Hanföl bei Neurodermitis – Eine natürliche Alternative

Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und ist eines der gesündesten Speiseöle überhaupt. Es besteht zu unschlagbaren 90% aus ungesättigten Fettsäuren und weist zusätzlich ein optimales Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren (3:1 bis 4:1) auf. Dieses Fettsäuremuster entspricht beinahe dem der menschlichen Haut, was das Öl besonders interessant für die Behandlung von Hautkrankheiten macht. In diesem Artikel beleuchten wir das Potenzial von Hanföl bei der Behandlung von Neurodermitis.

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis, auch „atopische Dermatitis“ oder „Atopisches Ekzem“ genannt, ist eine entzündliche Hautkrankheit. Bei Menschen mit Neurodermitis ist die Schutzfunktion der Haut beeinträchtigt. Dadurch können Keime, Allergene oder andere hautreizende Substanzen leichter in diese eindringen und zu Entzündungen führen. Die Krankheit tritt meist in Schüben auf und die Betroffenen leiden unter juckenden, schuppigen und geröteten Flecken an ihrem Körper. Bei vielen Neurodermitis Patienten beginnt die Krankheit schon im Säuglings- oder Kindesalter. In Deutschland ist Neurodermitis die bei Kindern am häufigsten vorkommende chronische Erkrankung. Gerade nachts wird der Juckreiz oft besonders schlimm.

Ursachen von Neurodermitis

Eine eindeutige Ursache für Neurodermitis ist bis heute nicht erforscht. Sicher ist jedoch, dass die Krankheit genetisch vererbt wird und das Immunsystem bei Neurodermitis Patienten stärker auf eigentlich harmlose Umwelteinflüsse reagiert. Die Krankheit kann beispielsweise durch bestimmte Nahrungsmittel, Blütenpollen, Tierhaare oder durch Stress ausgelöst werden.

Forscher gehen zudem davon aus, dass es sich bei Neurodermitis um eine Störung des Fetthaushalts handelt, die mit einem Mangel an ungesättigten Fettsäuren einhergeht. Ungesättigte Fettsäuren regulieren normalerweise den Wasserverlust über die Haut. Mangelt es an diesen, arbeiten die Talg- und Schweißdrüsen nicht mehr richtig, wodurch die Haut Feuchtigkeit nicht mehr speichern kann. In der Folge wird sie trocken und rissig.

Warum Hanföl eine positive Wirkung auf Neurodermitis haben kann

Hanföl kann aufgrund seines Reichtums an essenziellen Fettsäuren dazu beitragen, das Fettsäuren-Ungleichgewicht bei Neurodermitis Patienten auszubalancieren. Vor allem die im Hanföl enthaltene „Linolensäure“ (Omega-6 Fettsäure) ist wichtig für unsere Haut. Sie spendet Feuchtigkeit und hat eine entzündungshemmende, regenerierende sowie ausgleichende Wirkung. Zudem ist sie am Aufbau der obersten Hautschicht beteiligt und sorgt somit für eine Aufrechterhaltung der Hautbarriere.

Da das Fettsäuremuster von Hanföl dem der menschlichen Haut sehr ähnlich ist, können die enthaltenen Nährstoffe noch dazu besonders gut von der Haut absorbiert werden. So zieht das Hanföl gleich nach dem Auftragen tief in die Poren ein und wirkt dabei reinigend und entgiftend.

Eine dauerhafte Behandlung mit Hanföl kann das Hautbild somit signifikant verbessern. Die Haut kann Feuchtigkeit wieder speichern und erneut als Schutzschicht für den Körper dienen. Dadurch können sich auch die juckenden Stellen verringern und teilweise sogar ganz verschwinden. Herkömmliche Medikamente (wie Cortison) haben oftmals starke Nebenwirkungen und schwächen die Haut zusätzlich. Hanföl kann hier eine pflanzliche, natürliche Alternative sein. Ein reines Pflanzenöl, ganz ohne Nebenwirkungen, dass schonend für die Haut ist und diese beruhigen kann.

Tipps zur Anwendung

Für eine optimale Wirkung sollte das Hanföl sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Zur inneren Anwendung kann z.B. morgens und abends jeweils ein Esslöffel des puren Hanföls zu sich genommen werden. Auch im Salat oder im Smoothie macht das Hanföl eine super Figur.

Zur äußeren Anwendung kann das Öl direkt auf die Haut auftragen werden. Wem das ölige Gefühl auf der Haut nicht zusagt, kann auch eine Creme mit einigen Tropfen Hanföl anreichern und diese auftragen. Eine weitere Möglichkeit sind Bäder, in die man das Hanföl mischt.

Wichtig bei der Anwendung ist, dass diese über einen längeren Zeitraum stattfindet, damit sich die Fettsäuren langfristig im Körper anlagern und dadurch für eine Verbesserung des Hautbildes sorgen können.

Quellen

Apotheken Umschau (2018). Neurodermitis: Symptome und Behandlung. Abgerufen von https://www.apotheken-umschau.de/Neurodermitis#Definition:-Was-ist-Neurodermitis (10.12.2020)

Hanf-Oel.org. (k.A.). Hanföl bei Neurodermitis. Abgerufen von https://www.hanf-oel.org/neurodermitis/ (10.12.2020)

Neurodermitis-Hautwissen.de. (k.A.). Was ist Neurodermitis? Abgerufen von https://www.neurodermitis-hautwissen.de/definition.html (10.12.2020)

Pharmazeutische Zeitung. (2016). Neurodermitis Haut in Bedrängnis. Abgerufen von https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=62763 (10.12.2020)

Schreibe einen Kommentar