CBD – Mythen und Fakten

CBD ist mittlerweile für viele Leute ein Begriff. Nichtsdestotrotz kursieren unzählige Mythen und Gerüchte rund um das Thema, was angesichts seiner Komplexität kein Wunder ist. „Werde ich high?“, „Macht es süchtig?“, „Ist es legal?“ – In diesem Artikel wollen wir aufräumen mit Halbwahrheiten und Fakten liefern, die etwas Licht ins Dunkle bringen.

1. Der Verkauf von CBD ist illegal

Der Verkauf von CBD ist in Europa vollkommen legal, solange sich die Produzenten an gewisse Richtlinien halten. Beispielsweise muss ein CBD Öl in Deutschland weniger als 0,2% THC enthalten, um nicht dem Betäubungsmittelgesetz zu unterliegen. Zudem wurde CBD von der Europäischen Union als „neuartiges Lebensmittel“ eingestuft. Das deutsche Verbraucherschutzministerium ist daher der Auffassung, dass CBD Öle nicht als Nahrungsergänzungsmittel deklariert oder in Lebensmitteln verkauft werden dürfen.

2. Man wird high von CBD

CBD beeinflusst zwar die Freisetzung von Botenstoffen im Gehirn, führt jedoch im Gegensatz zu THC zu keinen Bewusstseinseinschränkungen. Es entsteht kein Rauschzustand durch die Einnahme von CBD und man wird dementsprechend auch nicht high.

3. CBD macht süchtig

In einem Prüfungsbericht über CBD kam die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2017 zu folgendem Ergebnis hinsichtlich des Suchtpotenzials von CBD: „Beim Menschen zeigt CBD keine Auswirkungen, die auf ein Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotential hindeuten.“

4. CBD wirkt bei jedem gleich

Für die Aufnahme von Cannabinoiden ist unser „Endocannabinoidsystem“ verantwortlich. Da dessen Struktur und Sensibilität – beispielsweise durch genetische Besonderheiten – von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, wirkt CBD nicht bei jedem gleich. Dieselbe Dosis kann bei einer Person bereist die gewünschten Effekte erzielen, während eine andere Person die Dosis erhöhen sollte. Weitere Merkmale, die die Wirkung beeinflussen sind z.B. Körpergewicht, Körpergröße oder die individuelle Toleranz gegenüber Cannabinoiden (z.B. abhängig von der Regelmäßigkeit des Gebrauchs).

5. CBD hilft bei verschiedenen Krankheiten

Tatsächlich wird CBD nachgesagt, dass es in höheren Dosen bei verschiedenen physischen und psychischen Beschwerden helfen kann. Da die Studienlage zum Heilungspotenzial von CBD noch in den Kinderschuhen steckt, können dahingehend jedoch noch keine konkreten Aussagen getätigt werden. Als wirklich gesichert gilt der therapeutische Nutzen von CBD bislang nur bei gewissen Formen von Epilepsie.

6. Hanf ist das gleiche wie Cannabis

Die Begriffe Hanf und Cannabis beziehen sich grundsätzlich auf die gleiche Mutterpflanze mit dem Namen „Cannabis Sativa L“. Umgangssprachlich werden sie jedoch häufig in unterschiedlichem Kontext verwendet. Spricht man von Hanf, ist in der Regel der klassische Nutzhanf gemeint, der auf großen Ackerflächen angebaut wird und sich in erster Linie durch sein Nährstoffreichtum auszeichnet. Der Begriff Cannabis bezieht sich im Gegensatz dazu eher auf gezüchtete Pflanzen, die eine unverhältnismäßig hohe Konzentration an psychotropen Cannabinoiden aufweisen.

7. CBD Öl ist das gleiche wie Hanföl

CBD Öl und Hanföl sind unterschiedliche Produkte. Der Extrakt im CBD Öl wird aus den Blättern der weiblichen Hanfpflanze gewonnen. Daher verfügt er über eine hohe Konzentration an Cannabinoiden und Terpenen. Hanf Öl entsteht im Gegensatz dazu durch das schonende Pressen von Hanfsamen und ist bekannt für seinen Reichtum an Nährstoffen. Während CBD Öl lediglich in kleinen Mengen eingenommen wird, handelt es sich bei Hanf Öl um ein handelsübliches Speiseöl, dass z.B. in der Küche verwendet werden kann.

8. Die Verwendung von CBD ist relativ neu

Auch wenn der Hype um Hanf und CBD relativ neu zu sein scheint, schätzt die Menschheit seine positiven Effekte nicht erst seit gestern. Schon vor mehreren tausend Jahren wurde Hanf aufgrund seiner vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten in großen Mengen angebaut. Ob zur Herstellung von Kleidung, Papier und Seilen oder als Heilpflanze in der Medizin – Die Nutzung von Hanf war damals ganz selbstverständlich.

Quellen

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. (k.A.). Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln. Abgerufen von https://www.gesetze-im-internet.de/btmg_1981/ (6.12.20)

New England Journal of Medicine. (2017). Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome. Abgerufen von https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1611618 (6.12.20)

WHO. (2017). CANNABIDIOL (CBD). Pre-Review Report. 39th ECDD. Abgerufen von https://www.drugsandalcohol.ie/28306/1/WHO_Cannabidiol_pre-review_report.pdf (6.12.20)

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