CBD bei Schlafproblemen

Der Mensch verschläft ca. 1/3 seines gesamten Lebens. Angesichts dieser Tatsache könnte man schnell ein wenig sentimental werden, da es scheint, als würden wir eine Menge Lebenszeit verpassen. Fakt ist allerdings, dass wir ohne Schlaf niemals dazu in der Lage wären, unsere Tage erfolgreich zu bestreiten und die Vorzüge des Lebens zu genießen. Umso dramatischer ist es, dass viele Menschen unter Schlafproblemen leiden, wodurch sie nicht das volle Potenzial aus ihren „Wachphasen“ schöpfen können. Häufig hört man, dass CBD-Öl ein probates Mittel sei, um Schlafprobleme zu bekämpfen. In diesem Artikel wollen wir klären, was dran ist an dieser Aussage und wie man CBD gegebenenfalls in seine Schlafroutine einbauen kann. 

1 Warum Schlaf so wichtig ist 

Schlafwissenschaftler fanden heraus, dass ein erwachsener Mensch im Durchschnitt etwa sieben bis acht Stunden Schlaf benötigt, um sich im Zuge seiner Nachtruhe effektiv zu erholen. Unterschreitet man dieses Mindestmaß an Schlaf, macht sich das – wie wir alle wissen – unmittelbar bemerkbar. Auf eine kurze oder unruhige Nacht folgt meist ein anstrengender Tag, geprägt von bleierner Antriebslosigkeit und unzureichender Konzentrationsfähigkeit. Mangelt es uns über einen längeren Zeitraum an Schlaf, können die Folgen sogar noch viel drastischer sein. Doch warum genau ist das Schlafen eigentlich so wichtig für uns?

Im Wachzustand benötigen wir kontinuierlich ein Höchstmaß an Energie. Gehirn, Herz-Kreislauf-System, Muskulatur und Verdauung laufen auf Hochtouren und bestimmen unmittelbar das Geschehen in unserem Körper. Wenn wir schlafen ist das anders, was nicht bedeutet, dass der Körper inaktiv wird. Vielmehr ändern sich die Prioritäten hinsichtlich dessen, für welchen Zweck körperliche Aktivität aufgewendet wird. Im Schlaf nimmt unsere Herz- und Atemfrequenz ab, unser Blutdruck und unsere Körpertemperatur sinken und unsere Muskulatur entspannt sich. Die dadurch frei werden Kapazitäten nutzt der Körper, um sich seiner Regeneration und Erholung zu widmen. 

Während des Schlafes werden beispielsweise Zellen erneuert, Wachstumshormone freigesetzt oder Muskelgewebe repariert. Auch die Aktivität des Immunsystems wird angeregt.  An der alten Weisheit „Schlaf ist die beste Medizin“ ist also durchaus etwas dran. Zudem vollziehen sich während der Nachtruhe eine Menge wichtiger Prozesse im Gehirn. So werden z.B. bedeutsame Eindrücke und Erfahrungen des Tages ins Langzeitgedächtnis übertragen oder schädliche Substanzen abgebaut. Wird unsere Nachtruhe gestört, werden auch die der Regeneration dienenden Prozesse im Körper gestört, wodurch sich letztlich die Symptome des Schlafmangels erklären lassen. 

2 Die Ursachen von Schlafproblemen 

Um die Ursachen von Schlafproblemen zu klären, sollten zunächst zwei Begrifflichkeiten voneinander abgegrenzt werden. Der allgemeine Begriff der Schlafprobleme bezieht sich umgangssprachlich meist auf unspezifische Beeinträchtigungen des Schlafes, die lediglich hin und wieder auftreten und außerdem keinem bestimmten Muster folgen. Dazu gehören beispielsweise gelegentliche Ein- und Durchschlafprobleme oder ein zeitweise verschobener Schlafrhythmus. Der Begriff der Schlafstörung beschreibt im Gegensatz dazu Schlafprobleme, die definierte Kriterien hinsichtlich ihrer Intensität und Regelmäßigkeit erfüllen und daher klinisch diagnostiziert werden können. 

„Allgemeine“ Schlafprobleme – die sicherlich jeder von uns schon mal hatte – werden häufig situativ ausgelöst durch Alltagsstress. Sind wir tagsüber starken Belastungen ausgesetzt, fällt es uns in der Regel schwer abends abzuschalten oder in die innere Ruhe zu verfallen, die notwendig ist für einen gesunden Schlaf. Oft ist es auch das abendliche Grübeln – beispielsweise über Probleme oder Sorgen – und die damit verbundene emotionale Erregung, die das Einschlafen erschwert.

Schlafstörungen, denen eine medizinische Diagnose zugrunde liegt, sind in der Regel zurückzuführen auf konkrete organische oder psychische Ursachen. So beeinträchtigt beispielsweise das Vorhandensein chronischer Schmerzen einen erholsamen Schlaf maßgeblich. Besonders tückisch ist dabei, dass zwischen Schlafmangel und Schmerzempfinden eine Wechselwirkung zu bestehen scheint, wodurch Betroffene regelrecht in einen Teufelskreis geraten. Ebenfalls sehr verbreitet sind psychisch bedingte Schlafstörungen, z.B. ausgelöst durch emotionale Niedergeschlagenheit oder Angstzustände.

3 Schlafen und CBD? 

CBD ist eines von über hundert identifizierten Cannabinoiden in der weichlichen Hanfpflanze und besitzt durch seine Interaktion mit unserem körpereigenen Endocannabinoidsystem (ECS) tatsächlich das Potential, sich positiv auf unser Wohlbefinden auszuwirken. Das ECS besitzt Rezeptoren sowohl im Gehirn (CB1) als auch auf den Zellen unseres Immunsystems (CB2) und ist beispielsweise beteiligt an der Steuerung des Hormonhaushalts oder der Regulierung von Entzündungsprozessen im Körper.

CBD in handelsüblichen Mengen und Dosen ist zunächst besonders interessant für die Bekämpfung von gewöhnlichen Schlafproblemen, denen keine klinisch diagnostizierte Ursache zugrunde liegt. Viele Anwender berichten, dass CBD allgemein eine entspannende Wirkung auf sie habe und ihre Müdigkeit fördere. Die Einnahme von CBD wirke sich dabei nicht nur positiv auf das Einschlafen, sondern auch auf die Tiefe und Länge des Schlafes aus. Im Falle „normaler“ Schlafprobleme sind es demnach vor allem die beruhigenden Effekte von CBD, die den Schlaf – beispielsweise nach einem anstrengendem Tag oder vor einem aufregenden Ereignis – verbessern können.  

Ob CBD darüber hinaus auch in klinischen Dosen zur Behandlung von organischen oder psychischen Beschwerden zum Einsatz kommen kann, ist noch weitestgehend unklar. Häufig wird dem Cannabinoid eine entzündungshemmende, nervenschützende oder hormonregulierende Wirkung nachgesagt. Konkrete Aussagen zum therapeutischen Nutzen von CBD können allerdings noch nicht getätigt werden, da die entsprechende Forschung noch in den Kinderschuhen steckt.

4 Tipps für einen gesunden Schlaf 

Auch wenn CBD unseren Schlaf fördern kann, sollte nicht davon ausgegangen werden, dass es sich bei dem Cannabinoid um ein Wundermittel handelt. Für einen gesunden und erholsamen Schlaf müssen stets günstige Rahmenbedingungen geschaffen werden, deren Abwesenheit auch durch die Einnahme von CBD nicht kompensiert werden kann. Daher empfiehlt es sich für eine Verbesserung des Schlafes eine Schlafroutine zu entwickeln, in der CBD lediglich eine ergänzende Rolle einnimmt. 

Eine gute Schlafhygiene beginnt bereits im Alltag. Förderlich sind beispielsweise regelmäßiger Sport oder der Verzicht auf den übermäßigen Konsum von Kaffee und Alkohol. In den Abendstunden sollte generell darauf geachtet werden, dass die letzte Tagesmahlzeit nicht zu spät eingenommen und die körperliche Aktivität langsam heruntergefahren wird. Unmittelbar vor dem Zubettgehen ist es wichtig für eine gute Schlafatmosphäre zu sorgen. Dazu gehört beispielsweise das Herabkühlen der Zimmertemperatur, das Reduzieren von Geräusch- und Lichtquellen oder das Beiseitelegen von elektronischen Geräten.

Die Einnahme der CBD Tropfen sollte ca. 15-30 Minuten vor dem Schlafengehen erfolgen. Während man darauf wartet, dass die Cannabinoide vom Körper absorbiert werden, empfiehlt es sich eine entspannte Haltung einzunehmen und sich bereits auf das baldige Einschlafen vorzubereiten. An dieser Stelle eignet es sich beispielsweise ein Buch zu lesen oder eine Atemübung durchzuführen. 

5 Fazit 

Abschließend kann man sagen, dass es sich zur Bekämpfung gewöhnlicher Schlafprobleme durchaus lohnen kann, CBD in Kombination mit anderen schlaffördernden Maßnahmen auszuprobieren. Liegt eine diagnostizierte Schlafstörung in Verbindung mit körperlichen oder psychischen Beschwerden vor, raten wir jedoch dringend von Alleingängen ab und empfehlen die Absprache mit dem Hausarzt. Auch die möglichen Wechselwirkungen zwischen CBD und regelmäßig einzunehmenden Medikamenten sollten mit diesem abgeklärt werden.