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Hanföl bei Neurodermitis – Laia's Organic

Hanföl bei Neurodermitis

Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und ist eines der gesündesten Speiseöle. Da das Öl aus den Samen von Nutzhanf gewonnen wird, hat es keine berauschende Wirkung. Ganz im Gegenteil, Hanföl kann sehr vielseitig verwendet werden und einen wesentlichen Teil zu einer gesunden Ernährungsweise beitragen. Hanföl hat ein Verhältnis von 3:1 an Omega 6 und Omega 3. Dieses Fettsäuremuster entspricht beinahe dem der menschlichen Haut von 4:1 an Omega 6 zu Omega 3. Es gibt kein anderes Öl das über dasselbe Verhältnis an essentiellen Fettsäuren verfügt. Genau diese Eigenschaft macht Hanföl auch zur Behandlung von Hautkrankheiten interessant. So soll Hanföl sogar bei Krankheiten wie beispielsweise Neurodermitis unterstützend wirken können.

 

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis, auch „atopische Dermatitis“ oder „Atopisches Ekzem“ genannt, ist eine entzündliche Hautkrankheit. Bei Menschen mit Neurodermitis ist die Schutzfunktion der Haut beeinträchtigt. Dadurch können Keime, Allergene oder andere hautreizende Substanzen leichter in die Haut eindringen und zu Entzündungen führen. Die Krankheit tritt meist in Schüben auf und die Betroffenen leiden unter juckenden, schuppigen und geröteten Flecken an ihrem Körper. Bei vielen Neurodermitis Patienten beginnt die Krankheit schon im Säuglings- oder Kindesalter. In Deutschland ist Neurodermitis die bei Kindern am häufigsten vorkommende chronische Erkrankung. Gerade Nachts wird der Juckreiz oft besonders schlimm.

 

Ursachen von Neurodermitis

Eine eindeutige Ursache für Neurodermitis ist bis heute nicht erforscht. Sicher ist jedoch, dass die Krankheit genetisch vererbt wird und das Immunsystem bei Neurodermitis Patienten stärker auf eigentlich harmlose Umwelteinflüsse reagiert. Die Krankheit kann beispielsweise durch bestimmte Nahrungsmittel, Blütenpollen, Tierhaare oder durch Stress ausgelöst werden.

 

Forscher gehen davon aus, dass es sich bei Neurodermitis um eine angeborene Störung des Fetthaushalts handelt. Menschen, die unter Neurodermitis leiden haben einen Mangel an essentiellen Fettsäuren. Dieser Mangel kommt durch einen genetischen Enzym-Defekt zustande, der wiederrum zu einer Stoffwechselstörung führt. Menschen, die unter Neurodermitis leiden haben meist eine erhöhte Phenolsäure-Konzentration im Blut und im Fettgewebe, und leiden an einem Mangel an Linolsäure (ungesättigte Fettsäure). Dadurch funktioniert die Fettsäurezusammensetzung in den roten Blutkörperchen nicht mehr richtig.

 

Ungesättigte Fettsäuren regulieren normalerweise den Wasserverlust über die Haut. Da es Menschen mit Neurodermitis allerdings an ungesättigten Fettsäuren fehlt, kann der Wasserverlust nicht mehr normal reguliert werden. Die Talg- und Schweißdrüsen arbeiten nicht mehr richtig, sodass die Haut Feuchtigkeit nicht mehr speichern kann,  und aufgrund dessen trocken und rissig wird. Die Haut verliert dann immer mehr Feuchtigkeit und kann gleichzeitig keine ausreichenden Mengen an Feuchtigkeit mehr aufnehmen.

 

Warum Hanföl eine positive Wirkung auf Neurodermitis haben kann

Weil Menschen mit Neurodermitis an einem Mangel an essentiellen Fettsäuren leiden, kann Hanföl helfen diesen Mangel wieder auszugleichen. Hanföl ist reich an essentiellen Fettsäuren (wie z.B. Gamma-Linolensäure, Linolsäure & Stearidonsäure). Die im Hanföl enthaltene Linolsäure ist eine Omega-6-Fettsäure, die besonders wichtig für unsere Haut ist. Denn sie spendet viel Feuchtigkeit und sorgt so für strahlende Haut und Haare. Sie ist auch am Aufbau der obersten Hautschicht beteiligt und sorgt für die Aufrechterhaltung der Hautbarriere. Durch die enthaltene Linolsäure hat Hanföl eine entzündungshemmende, regenerierende und ausgleichende Wirkung auf die Haut. Da, wie bereits erwähnt das Fettsäuremuster von Hanföl dem der menschlichen Haut sehr ähnlich ist, zieht dieses direkt in die Poren ein und wirkt dabei reinigend und entgiftend. Dadurch soll Hanföl bei Neurodermitis einen durchaus positiven Effekt haben können.

 

Durch eine dauerhafte Behandlung mit Hanföl kann sich das Hautbild verbessern. Die Haut kann Feuchtigkeit wieder besser speichern und erneut als Schutzschicht für den Körper dienen. Dadurch können sich die juckende Stellen verringern, und teilweise sogar ganz verschwinden. Herkömmliche Medikamente (wie Cortison) haben oftmals starke Nebenwirkungen und schwächen die Haut zusätzlich. Hanföl kann hier eine pflanzliche, natürliche Alternative sein. Ein reines Pflanzenöl, ganz ohne Nebenwirkungen, dass schonend für die Haut ist und diese beruhigen kann.

 

Tipps zur Anwendung:

Für eine optimale Wirkung sollte das Hanföl sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Zur inneren Anwendung kann morgens und abends jeweils ein Esslöffel des puren Hanföls zu sich genommen werden.

Zur äußeren Anwendung kann das Öl direkt auf die Haut aufgetragen werden. Wem das ölige Gefühl auf der Haut allerdings nicht zusagt, der kann auch eine Creme mit einigen Tropfen Hanföl anreichern und diese auftragen. Eine weitere Möglichkeit sind Bäder, in die man das Hanföl mischt.

Wichtig bei der Anwendung ist, dass diese über einen längeren Zeitraum stattfindet, damit sich die Fettsäuren langfristig im Körper anlagern können und dadurch für eine Verbesserung des Hautbildes sorgen können.

 

Quellen:


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