Auf den Spuren unseres Hanfes – Zu Besuch bei Hanfbauer Sven

Dürfen wir vorstellen? Das ist Sven, einer unserer Partnerlandwirte aus Deutschland. Wir haben ihn und seinen Sohn Robin daheim und auf ihren Feldern in Lutherstadt Wittenberg besucht. Dabei konnten wir viel neue Dinge über den Hanfanbau lernen, die wir in diesem Artikel gerne mit Euch teilen wollen. 

Der Anbau von Nutzhanf  

Unser Hanfbauer Sven widmet sich auf seinen Ackerflächen in Sachsen-Anhalt seit einigen Jahren dem biologischen Anbau von Nutzhanf. Als Nutz- oder auch Industriehanf werden alle Sorten der „Cannabis Sativa L Pflanze“ bezeichnet, die einen THC Gehalt von unter 0,2 Prozent besitzen und daher für den kommerziellen Nutzen legal angebaut werden dürfen.

Nutzhanf ist eine äußerst vielseitige Pflanze und eignet sich für ganz unterschiedliche Zwecke, wobei wir für unsere Superfoods vor allem seine Samen benötigen.

Die Saat unseres Hanfes erfolgt in der Regel zwischen Ende April und Anfang Mai, wenn die Temperaturen wieder etwas wärmer werden. Während man beim Hanf zur Fasergewinnung ein rasches Längenwachstum anstrebt ist es in unserem Fall wichtig, dass die Pflanzen ausreichend Platz haben, um in die Breite zu wachsen. Durch eine geringe Saatdichte stellt Sven sicher, dass unser Hanf im Laufe des Jahres reich blüht und viele Samen bildet. Die Ernte der Hanfsamen erfolgt gegen September. Die Pflanzenteile, die bei der Samenernte übrigbleiben (wie Stängel), können z.B. als Faserrohstoff verwertet werden.

Öko? Logisch!

Als Sven auf die Umweltaspekte des Hanfanbaus zu sprechen kam, konnte er unserer Begeisterung für die Pflanze noch einen draufsetzen. Für ihn als Landwirt ist der Anbau von Nutzhanf eine vergleichsweise dankbare Aufgabe. Denn Hanf unterdrückt Unkraut, da er schneller als die meisten Pflanzen wächst und so jegliche Konkurrenz verdrängt. – Die Pflanze ist weitestgehend anspruchslos und außerdem ausgesprochen resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Daher kann Sven auf den Einsatz jeglicher Pestizide verzichten, ohne die Ernte zu gefährden. Die Wurzeln der Hanfpflanze dringen zudem tief in den Ackerboden ein, wodurch die Pflanze schnell Zugang zum Grundwasser erlangt. Dies ist in Zeiten, in denen die Trockenheit den Landwirten immer mehr Sorgen bereitet besonders von Vorteil. Indem die Pflanze auf natürliche Weise CO2 bindet, leistet sie sogar einen positiven Beitrag zum Klimaschutz. Man sieht also: Hanf birgt nicht nur Vorteile für unseren Körper, sondern auch für unsere Natur!

Herausforderungen beim Hanfanbau

Doch auch wenn die Hanfpflanze verhältnismäßig pflegeleicht ist, läuft auf den Feldern nicht immer alles rund. Für Landwirte wie Sven ist das Wetterrisiko eines der größten Probleme. Während wir uns meist über zu viel Regen beklagen, kann ein regenarmes Jahr für Landwirte katastrophale Folgen haben. Die Felder, auf denen unser Hanf wächst, werden nicht zusätzlich bewässert, sodass der Ertrag maßgeblich vom Regen abhängt. Auch wenn Hanf Trockenheit besser verträgt als viele andere Pflanzen, kann er den Wassermangel nicht vollständig kompensieren. Ist es zu heiß oder zu trocken, erreichen die Pflanzen teilweise nur ein Drittel ihrer normalen Größe, wodurch die Ernte deutlich geschmälert wird. Das Wetterrisiko ist auch einer der Hauptgründe, warum wir Hanf nicht nur in Deutschland, sondern verstreut in ganz Europa anbauen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass wir jedes Jahr eine konstant gute Qualität bei unseren Produkten garantieren können.

Wir wollen wissen wer dahinter steht

Wir finden, dass viel zu selten aktiv darüber nachgedacht wird, welchen Weg ein Produkt vom Feld bis in unsere Einkaufstasche genommen hat. Da wir einen bewussteren Konsum ermöglichen wollen, liegt es uns am Herzen, die Reise unseres Hanfes transparent zu gestalten und zu zeigen, welche Menschen daran beteiligt sind. Indem wir einen persönlichen Kontakt zu unseren Partnerlandwirten pflegen, entsteht zudem ein enges Vertrauen untereinander, durch das wir maximale Fairness und höchste Qualität gewährleisten können. Es ist immer wieder schön die Menschen kennenzulernen, die diese erstaunliche Pflanze anbauen und hautnah miterleben zu dürfen wieviel Arbeit, Mühe und Leidenschaft investiert wird, damit wir am Ende ein fertiges Produkt in den Händen halten, das unseren Körper stärkt und tagtäglich mit wichtigen Nährstoffen versorgt.

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